Line-Up 2018

LINE-UP 2018

Brett

 

2016 wirft Brett mit ihrer EP #1 und dadaistisch anmutender Songtitel wie "Das Mit Dem Hund Tut Mir Leid", die ersten reifen Sound-Früchte. Wie ordnet man diesen Sound aber jetzt ein?

Queens Of The Stone Age sind präsent im Sound, Post Hardcore ist den Herren ebenfalls keine Unbekannte, Kraftklub beschallte wohl auch des öfteren den Proberaum und ein bisschen Led Zepplin trägt quasi jeder Rockfan in seinem Erbgut. Dieses Jahr füttern die Nordlichter nicht nur unsere Gehörgänge mit Bombast, sondern rammen mit ihrem ersten Longplayer WutKitsch ein Ausrufezeichen in die deutsche Rocklandschaft und das nicht nur in textlicher Hinsicht.

 

Homepage: www.wirsindbrett.de

Schlaraffenlandung

 

Ernster, ehrlicher Rap, den Tiefe nicht abschreckt und ein Soundgebilde, das große Melodien, fette elektronische Beats und organische Instrumente verbindet. Dürfen wir vorstellen: drei Jungs, eine Band. Die Rap-Rock-Indie-Formation, Schlaraffenlandung.

"Mittezwanzig" heißt die neue EP und kommt düster und mit Texten die Geschichten einer orientierungslosen Generation erzählen und von deren Gedanken berichten. Musikalisch zu verorten irgendwo zwischen OK Kid und Coldplay. Schwer einzuordnen. Alt genug für Überzeugung, aber zu jung für Endgültigkeit, "Mittezwanzig" eben. Dennoch aber immer auf den Punkt. Wer sich selbst eine Meinung bilden möchte, den laden wir herzlich zu uns ein!

 

Homepage: www.schlaraffenlandung.com

LeVent

 

Bassistin, Gitarristin und Sängerin Heike Marie Rädeker, Bassistin Maryna Russo und Drummer Frank Neumeier haben bereits in den 90igern bei 18th Dye, Wuhling oder dem Caspar Brötzmann Massaker aufgespielt und machen jetzt mit LeVent dort weiter, wo sie niemals aufgehört haben. Selbst betiteln sie ihre Musik, welche von einem sechssaitigen, sehr prägnanten und grummelnden Fender-E-Bass angetrieben wird, mit kreativen Wortneuschöpfungen wie New-Croon Stoner oder Goatcore. Übersetzt bedeutet das nichts anderes, als das die Berliner Band LeVent stoisch-schönen Indie-Rock mit Nuancen aus Stoner oder Dream-Core spielt, der durchaus auch mal an Sonic Youth erinnern kann. Die spröde Schönheit ihrer Musik zeigt sich wie durch Milchglas und hat es mit Parollen voller Wut und Poesie sogar in die US-Serie Gotham geschafft. Erlebt bei uns im Rausch des Lärms mit LeVent ein kleines Sommerwunder.

 

Homepage: www.levent.bandcamp.com

Fibel

 

Fibel, das sind Jonas Pentzek, Dennis Borger, Noah Fürbringer und Lukas Brehm. Fibel, das ist Post-Wave aus Mannheim. Fibel, das ist Aufrichtigkeit, die sich in Zweisamkeits- wie Einsamkeitsbeschreibungen wiederfindet. Stets metaphorisch, stets ein wenig leidend, weitab von verschnörkeltem und aufgesetztem Schnickschnack brechen Vocals aus dem Arrangement hervor und verschmelzen dann doch wieder mit dem übrigen Soundgebilde, welches den Hörer mitnimmt, in einen wabernden, melancholischen Rausch. Die Rohheit des Sounds und die Thematik, die Fibel ausbreiten, erzeugen eine beklemmende und ziellose Atmosphäre, der sich nicht nur Fans von britischem Postpunk der 80er Jahre entziehen werden können. „Es kommt der Tag, an dem die Wahrheit euch ins Auge sticht” das klingt pathetisch, aber trifft auch den Wahnsinn der Ehrlichkeit, den die Mannheimer musikalisch umsetzen wollen. Also kommt und überzeugt euch selbst, ob der Tag, der der da verheißen worde, gekommen ist!

Bellchild

 

Bellchild ist das uneheliche Kind dreier Musiker. Geboren zwischen Rhein und Ruhr tobte es neugierig durch akustische und synthetische Klanglandschaften, immer auf der Suche nach Neuem. Seine ersten Lebensjahre erlebte es gut behütet, von den Eltern geliebt und umsorgt. Ab und zu kam auch Mal Onkel Radiohead oder die Cousins Son Lux oder Björk zu Besuch und sorgten für musikalische Prägung. Nun ist es an der Zeit das Elternhaus zu verlassen und den Experimental Pop in die große weite Welt hinaus zu tragen.

Mit einem ihrer ersten Gehversuche Focus Pocus beweisen die 3 Frickler ihr Gespür für ganz große elektronische Sprünge und ab Minute 4 glaubt man dann doch tatsächlich einen Radiohead zu hören. Einer dieser Songs die sich erst finden müssen und am Ende ihre komplette Schönheit preis geben. Tobt und tanzt dieses Jahr auch bei uns mit Bellchild!

 

Homepage: www.bellchild.de

Candice Gordon

 

Wenn Patty Smith und Nick Cave ein Ziehkind hätten, dann würde Candice Gordon diese Rolle perfekt ausfüllen. Die Musik des Energiebündels ist vielschichtig und gleitet zwischen den Genres Rock'n'Roll, Psych, Garage und Post-Punk. Mit ihrer neuste Platte Garden of Beasts fügt Candice Gordon nun auch noch Indie-Folk ihrem Soundcocktail hinzu und legt einen Langspieler vor welcher synthetische und natürliche Instrumente von Moogs bis hin zu Flöten vereint. Die Konzerte mit ihrer Band sind roh und geprägt von einer Besessenheit für den wahren Rock’n‘Roll Spirit. Nicht umsonst wählte das Publikum des Rockhouse Salzburg ihren Liveauftritt 2017, zur besten Hard/Heavy Show. Überzeugt euch bei uns selbst von ihrer Präsents und begleitet Candice Gordon auf ihrer ganz persönlichen Suche nach dem Wesen der Menschen.

 

Homepage: www.candicegordonmusic.com

Dead Kittens

 

Worin mündet es, wenn ein israelischer Produzent und ein holländischer Comiczeichner in Berlin aufeinandertreffen und den Entschluss fassen Musik zu machen? Es entsteht ein musikalischer Schmelztiegel namens DEAD KITTENS. Bandvergleiche fallen im Kopf wie Dominosteine. Hardcore, Punk, Alternative und sonstiger Gitarrenwahnsinn irgendwo zwischen Queens of the Stone Age, Trio und The Clash in Tradition. Nachvollziehbare Riffs oder klassische Songstrukturen sucht man über weite Strecken vergebens. Stattdessen regiert der totale Wahnsinn und eine ordentliche Portion Anarchie, auf Bass, Schlagzeug und Samples. Lasst euch DEAD KITTENS nicht entgehen, denn folgendes ist ein Versprechen. Es wird gepöbelt, geschwitzt und geschimpft und dennoch sind alle immer happy, happy, happy!

 

Homepage: www.dirkverschure.com

Soft Grid

 

Aus dem Urschaum von Synthiepop und Improverock schälen sich gleich zwei Berliner Grazien des leidenschaftlichen Krachs: Jana Sotzko und Theresa Stroetges, letztere auch bekannt als Golden Diskó Ship, erstere von der Band Dropout Patrol. Zusammen mit dem britischen Produzenten und Schlagzeuger Sam Slater sind sie Soft Grid und lieferten mit Corolla einen Langspieler, auf welchem jedes, live eingespielte, Stück wie eine Momentaufnahme wirkt, sich aber in Wahrheit aus vielen stilsicheren Schichten und nach kompositorischen Ideen kreiert ist.

Die Lyrics des Trios erzählen krude kleine Storys von Liebe auf der Krankenstation oder sampeln Ausschnitte aus Werner Herzogs abgründigem Dokumentarfilm Into The Abyss. Seid vor Ort wenn Soft Grid dieses Jahr bei uns Synthiestürme, Gitarrengewitter, Geigenentgleisungen sowie Stimmband- und Kehlkopforgien entfesseln!

 

Homepage: www.softgrid.bandcamp.com

Tinted House

 

Anklagende Pucker-Bässe, melancholische Sphären und eine weibliche Stimme, getönt wie die Scheiben eines sehr, sehr teuren Autos. Das alles bietet dresdens Band der Stunde, Tinted House. Psychedelischer Dream Pop, torpediert und doch irgendwie auch getragen vom schroffem, großartigem Gitarrenspiel von Johannes Till (The Gentle Lurch). Der nebulöse Sound von Tinted House, ist wie die frische des Gefühls in einen geschälten Apfel zu beißen, gepaart mit der verletzlichen Melancholie der verstoßenen Schale. Als streife man durch die Gänge eines Hauses in dem Dreampop, Psychedelic und Grunge die letzten Jahrzehnte in einem einvernehmlichen Wohnverhältnis zusammengelebt haben. Wir laden euch ein zum Tag der offenen Tür in eben diesem Tinted House!

 

Homepage: www.tinted-house.com

No King No Crown

 

Kein König, keine Krone und dennoch mit der Erhabenheit einer Majestät präsentiert sich sein Klanggewand. No King No Crowns Robe ist gewebt mit akustischer Gitarren-Musik in den verschiedensten Facetten sowie einer klaren, kräftigen Stimme. Verziert ist sie mit Streichinstrumenten, Perkussions, Klavier- und Xylophonsounds. Ruhige und vorallem gut akzentuierte E-Gittarenklänge bilden die Brosche, welche den Mantel seiner Majestät veredelt. Seine Lieder übermitteln Gefühle von Melancholie und Sehnsucht, aber auch von Sanftmut und Hoffnung. Euch gewährt er bei uns dieses Jahr eine Audienz, dort wo farbenfrohe Klangwelten hofieren und Herzen einen Thron besteigen.

 

Homepage: www.nokingnocrown.de

Res Repnik

 

Res Repnik liefert feinsten progressiv minimal Techno sowie Elektro direkt aus Sachsens barocker Metropole Dresden. Seine Tracks versprechen Tanzbarkeit, aber auch das man sich in ihnen verliert, gar in Trance tanzt. Sein Sound lebt von den abwechslungsreichen und sorgsam gestreuten Effekten, hier knistert es sphärisch, da verlieren die Rythem wellenartig ihr Gleichgewicht und dort erstreckt sich ein nebulöses Klangspiel gen Himmel. In Verlorenwasser hat man dann entgültig das Gefühl, hier steht Moderat ohne Gesang. Bei uns wird er nicht nur die Frage beantworten "Was will der Specht...?", sondern auch die Komplexität der Welt reduzieren, wenigstens für einen flüchtigen Moment.

 

Homepage: www.soundcloud.com/res_repnik

Fux Taxidios

 

Barcelonas akustische Ein-Mann-Armee, Diego León Arias alias Fux Taxidios besteigt erst das Flugzeug und danach die Insect Lounge Bühne für euch. Im Gepäck hat er lediglich seine Gitarre sowie sein vielseitiges Gesangsorgan. Dieses erzeugt ein stimmliches Spektrum, welches Mal zitternd die Gitarre begleitet, Mal rau, gar grob wird und den Drang nach vorne Sucht, aber auch in falsettartige Höhen ausbrechen kann. Zwischen der Klang- und Emotionslandschaft die hier kreiert wird, präsentiert sich euch kein klassischer Singer/Songwriter Typ, sondern die pure Inovation.

 

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